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Tut Religion der Psyche gut?

Religion ist in den Augen von Sigmund Freud eine „kollektive Zwangsneurose, Ausdruck des regressiven Wunsches nach dem Schutz eines übermächtigen Vaters.“ Auch wenn viele spätere Autoren diese latent glaubensfeindliche Haltung überwinden konnten, bleibt doch in weiten Kreisen der Psychotherapeuten ein Unbehagen, wenn das Thema auf Religion und religiöse Praktiken kommt. In der Tat kann man den Begriff der „ekklesiogene Neurose“ nach Schaetzinger nennen, die „Gottesvergiftung“ von Moser, Phänomene wie Fanatismus, Fundamentalismus, Politisierung des religiösen bis hin zum Terrorismus, auch religiöse Manipulation und Sektenbildungen, u.f.m. Andererseits hat die Religion unbestritten in allen Weltregionen große Kulturleistungen vollbracht. In diesem Vortrag soll die Frage gestellt werden, unter welchen Voraussetzungen Religion der menschlichen Psyche auch gut tun könnte, und was die wissenschaftliche Evidenz zu den Freud’schen Hypothesen berichten kann.

09:00 - 10.00

Raphael M. Bonelli

Raphael M. Bonelli

 
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