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Liturgie und Psychotherapie

Psychotherapie zielt stärker auf die persönliche Entwicklung durch Selbstfindung, christliche Liturgie hat primär keine therapeutische Zielsetzung. Sie wirkt aber besonders in Zeiten der Not und der Schmerzen festigend auf den Gläubigen ein. Der von mir entwickelte beziehungs-ökologische Ansatz der Psychotherapie (Willi, 1996) schlägt eine Brücke zwischen Psychotherapie und Liturgie. Er gründet auf Martin Bubers Kernsatz „Das Ich wird am Du“. Dieses Statement steht nicht nur für eine in Beziehungen verankerte persönliche Entwicklung, sondern meint auch, wie bei Martin Buber, eine in der personalen Begegnung mit Gott verankerte Religiosität. Die Liturgie, insbesondere die Eucharistie, bildet dazu den Ort des Handelns, wo die Begegnung mit Christus sich verwirklicht. Das kann zur persönlichen Festigung einer Person beitragen, ohne dass dabei die Eucharistie als Therapeuticum instrumentalisiert werden soll.

14.00 - 15:00


Jürg Willi

 
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